DONAUTEUFEL

Wassernuss. ( Trapa Natans )

Auf unserer monatelangen Donau Paddeltour zum Schwarzen Meer sahen wir unterwegs immer wieder geheimnisvolle dunkle kleine Gegenstände im Wasser treiben. Es gab wohl kaum einen Teilnehmer der nicht einmal so ein Tier oder Pflanze, wir wussten zunächst nicht was es war, aufgefischt hat. Unsere "Beute" hatte lange spitze stachelige Beine und ein richtiges Gesicht. Ich nannte diese Dinger dann einfach " Donauteufel". Mehrere Teilnehmer sammelten diese eigentlich hübschen Beutestücke um sie als Erinnerung mitzunehmen. Wir wussten aber nicht was wir da sammelten und rätselten ob es sich wohl um Früchte von Bäumen handele die ins Wasser gefallen sind oder um Wasserpflanzen. Viele Wochen später sahen wir dann auf der Donau ausgerissene Pflanzen treiben. Bei näherer Betrachtung entpuppten diese sich als Träger unserer "Donauteufel". Anhand der Pflanzen, die Wasserwurzeln hatten wussten wir nun, dass es sich um Wasserpflanzen mit Früchten handelt. Erst wieder etwas später trafen wir einen ungarischen Paddler der uns erklärte, dass es sich hier um ein Nussgewächs handelt, dass an den Donauauen wächst und, dass man diese Nüsse sogar essen kann. Wieder zu Hause, mit vielen erbeuteten Donauteufeln die ich mit Klarlack überzogen habe, konnte ich mich schlau machen und kann hier mit einigen Worten erklären was uns da so fasziniert hat. Die Pflanze nennt sich "Wassernuss" oder auch "Wasserkastanie" lateinisch "Trapa Nantans". Sie ist hauptsächlich beheimatet im Mittelmeergebiet sowie in Japan und Taiwan.
Die Pflanze ist vom Aussterben bedroht und steht seit 1987 unter Naturschutz.

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Hier sahen wir erstmals die losgerissenen Pflanzen schwimmen.

Überall nun kleine Büschel.

Aus der Nähe die "Teufel" noch frisch und grün.

Deutlich zu erkennen die Früchte und die Wasserwurzeln.

Diekseeteufel und Donauteufel in trauter Verbundenheit.

Hier nun die Pflanze mit Frucht und in der linken Hand unsere Findlinge.